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DTP und Verlags Service
Reinhard Köhrer
Lessingstraße 3
86438 Kissing

Tagesaktuelle Meldungen aus meiner Schreibwerkstatt finden Sie unter

http://koehrer.blogg.de


Biografische und private Daten: Ich bin als Freiberufler in der Medienbranche tätig, seit über zwanzig Jahren verheiratet und lebe mitten auf dem Land (soweit man die 10.000-Einwohner-Metropole Kissing vor den Toren Augsburgs als "Land" bezeichnen kann). Zur Schriftstellerei kam ich schon ziemlich früh im Alter von zehn Jahren, und gleichzeitig damit erwachte mein Interesse an Astronomie und Erdgeschichte. Genau betrachtet bilden diese beiden Pole noch immer das Spannungsfeld, in dem meine Geschichten angesiedelt sind. Allerdings habe ich mich im Laufe der Zeit mit ein paar weiteren Disziplinen angefreundet. Dazu gehören hauptsächlich Evolutionsphysiologie und Verhaltensforschung, die in meinen Romanen mitunter eine tragende Rolle spielen. Obwohl ich bemüht bin, möglichst abwechslungsreich und farbig zu erzählen, habe ich zu meinem Schrecken feststellen müssen, daß gewisse Muster und Stereotypen in jeder meiner Geschichten auftauchen. Als da wären:

1. Offenbar habe ich eine natürliche Affinität zum dörflichen Leben. Im  Mittelpunkt jeder Story findet sich unweigerlich ein agrarwirtschaftliches Szenario (da werde ich mich bessern!).
2. Ebenso erscheinen (manchmal in den seltsamsten Verkleidungen) kybernetische Systeme bzw. Computer, die in der Regel eine "übergeordnete Instanz" verkörpern (da wird nichts verändert!).
3. Und wenn irgendein technisches Teil versagt, implodiert oder sonstwie zu Bruch geht, handelt es sich stets um den "Spannungsregler" (bleibt auch!).

Ansonsten jedoch gilt: Wiederholungen und eingefahrene Wege sind strikt verpönt! 


Das bin ich (kurz nach einem Friseurbesuch).
Oder (leicht Science-Fiction-mäßig ausgedrückt): Eine Darstellung meiner
gegenwärtig gültigen Erscheinungsform.



* Aliens: Mich wundert nicht, dass außerirdische Kulturen noch keine Kontakte zu uns geknüpft haben. Die Art und Weise, wie wir unsere eigenen "Aliens" behandeln (von Massentierhaltung über Schlachtviehtransporte bis hin zu regelrechten Ausrottungen) dürfte so ziemlich das unterste Niveau sein, das im kosmischen Maßstab denkbar ist.


Butzi, der Kampfsittich,
 Melopsittacus brachialis (bevorzugte Objekte: Katzen). Sein Käfig hat dieselben Ausmaße wie unser Haus. Ist daselbst zu Fuß unterwegs, immer auf der Suche nach Ansprechpartnern. Zuständig für plötzliche Höhenflüge, endlose Monologe und musikalische Untermalung. Manchmal etwas flatterhaft.




Moritz, der Kater,
Felis domestica defens.
Experte für Tiefenpsychologie, anspruchsvolle Ernährung und meditative Entspannung. Nachdem er bei Konfrontationen mit der Katzenkonkurrenz der näheren Umgebung regelmäßig den kürzeren zog, tendiert er endlich zu jenem Pazifismus, den ich ihm bisher vergeblich gepredigt habe.



Definitionen zu dem, was SF darstellt, gibt es viele, aber ein schlüssiger Kernsatz, der das Wesen der SF in wenigen Worten bündelt, steht meines Wissens noch aus. Die Schwierigkeit einer zufriedenstellenden 
Definition liegt wohl darin begründet, daß die SF zwei Hauptkomponenten umfaßt, die sich auf den ersten Blick ausschließen: eine naturwissenschaftlich-technische und eine soziokulturelle. Während Komponente Nr. 1 von der Leserschaft eindeutig bevorzugt wird und zudem ein Spektrum bunter Themen bietet (u.a. Zeitreisen, Weltraumabenteuer, außerirdisches Leben, kybernetische Intelligenz), ist die zweite Variante die ältere: Schon Thomas Morus (sein "Utopia" erschien bereits 1516) beschäftigte sich mit gesellschaftlichen Gegenentwürfen bzw. der Kritik an bestehenden (oder drohenden) politischen Zuständen. Diese Tradition wurde in neuerer Zeit von George Orwell ("1984") und Aldous Huxley ("Schöne neue Welt") erfolgreich fortgeführt. Natürlich gab es auch Versuche, diese unterschiedlichen Ebenen zu vereinen (wie bei H. G. Wells), aber Werke, bei denen dies wirklich gelungen ist, sind relativ dünn gesät. Seit einigen Jahrzehnten existieren zwei neue Ansätze: nämlich Science-Fiction auf psychologischer Grundlage und - im Gefolge der rapiden Computerentwicklung - ein ganzer Komplex an Geschichten, die sich der Erkundung des "Inner Space" und virtueller Welten widmen.

Was mich betrifft, greife ich zwar sehr gerne auf das Instrumentarium zurück, das die klassische angloamerikanische SF anbietet, verwende es aber nur relativ sparsam zur Ausgestaltung des äußeren Rahmens. Auch mit großartigen gesellschaftlichen Entwürfen (im Sinne von Ideologie) kann ich nicht dienen. Dennoch lasse ich gewisse soziologische Aspekte nicht außer Acht, zumindest was die Beziehung einzelner Individuen zu ihrer Umwelt betrifft. Meine Geschichten ruhen immer auf zwei Säulen: auf dem Verhalten von Menschen (oder auf einer Gruppe von Menschen) sowie auf der Zeit als elementaren und beliebig dehnbaren Faktor. Da ich mit temporären Abläufen sehr großzügig verfahre, kann es durchaus geschehen, daß die Spezies des Homo sapiens in einigen der von mir geschilderten Epochen gar nicht mehr existiert. In diesem Fall werden notgedrungen andere Intelligenzformen ins Spiel gebracht, die keineswegs außerirdischen Ursprungs sein müssen - bietet doch die irdische Evolution genügend Möglichkeiten zur Erschaffung einer ganzen Reihe farbiger, vielschichtiger und psychologisch stimmiger Charaktere. Was so simpel erscheint, bedarf dennoch einer genauen Planung: Eine Story in einer Ära zu verankern, die Tausende oder gar Millionen Jahre vom Jetzt entfernt liegt, erfordert zunächst mal eine oft ziemlich langwierige Grundlagenarbeit auf den Gebieten Astrophysik, Geologie und Evolutionsbiologie mit ihren speziellen Unterteilungen. In dem Zusammenhang möchte ich den Begriff "Realitätsflucht" jedoch weit von mir weisen: Wer in meinen Romanen aktuelle Bezüge sucht, wird ohne Schwierigkeiten fündig. Es gibt eine Vielzahl ironischer und manchmal recht bissiger Kommentare, die eindeutig auf die Gegenwart zielen. Tatsächlich spielt die Gegenwart (oder die historische Geschichte) stets eine tragende Rolle, auch wenn ich mir manchmal die Freiheit erlaube, sie kunstgerecht zu verfremden. So habe ich zum Beispiel in Weg der Erde die Geisteshaltung bzw. die Ideologie der japanischen Samurai sowie der katholischen Kirche (einschließlich Augustinus-Zitat) zwei Milliarden Jahre in die Zukunft transferiert und dort einigen meiner Protagonisten zugeordnet. Wenn man mich allerdings fragt, wie ich meine literarischen Schöpfungen innerhalb der SF definieren würde, muß ich notgedrungen passen (siehe oben). Ich kann lediglich einige Grundsätze anbieten, die sich im Laufe der Jahre entwickelt haben und die ich zu beherzigen versuche:

  • Recherche ist nicht alles, doch ohne Recherche ist alles nichts.
  • Menschen (und alle übrigen Wesen) sind wichtiger als Technik.
  • Ohne Ironie macht die Zukunft nur halb soviel Spaß.
  • Einen Erzählstil pflegen, den man ein zweites Mal lesen kann.
  • Und vor allem: Nicht belehrend, sondern spannend schreiben.

 

              



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