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Weg der Erde

(Heyne Verlag 1983, SF-Reihe Nr. 06/3959 - 220 Seiten)

Inhalt: Die Menschen sind vom Antlitz der Erde verschwunden. Andere Arten stießen in die freigewordene ökologische Nische vor. Die Amphibien brachten eine intelligente Rasse hervor, die eine technische Zivilisation aufbaute. Doch auch sie zerfiel. Es folgte eine intelligente Insektenrasse, die sich über Jahrmillionen hielt - bevor auch sie verschwand. Zwei Milliarden Jahre in der Zukunft sind es die Abkömmlinge der Vögel, die die Krone der Schöpfung bilden. Sie leben in dörflichen Kommunen auf einem primitiven Zivilisationsniveau, haben ihre Flugfähigkeit längst eingebüßt und suchen ihre Nahrung in einer völlig veränderten Pflanzenwelt, die ebenfalls Intelligenz herauszubilden beginnt.
Im Mittelpunkt der Story steht Jok, der Außenseiter. Während seine Stammesgenossen gedankenlos in den Tag hineinleben und am liebsten alles beim alten ließen, sinnt er auf Veränderung und Fortschritt. Und als ein Meteor niedergeht und das komplexe System der untereinander verbundenen Pflanzenwelt stört und zu vernichten droht, ist er der einzige, der die unverständlichen Verse, die seit vielen Generationen überliefert werden, richtig zu deuten weiß und Hilfe zu holen wagt - Hilfe aus ferner Vergangenheit: eine Art mobilen Computer, den die Menschheit einst zu Beobachtungszwecken in Richtung Zukunft geschickt hat.

Anmerkung: Ich habe den Roman in den Jahren 1980/81 zu Papier gebracht. Einige meiner damaligen Annahmen sind von der wissenschaftlichen Forschung inzwischen überholt worden. So wird zum Beispiel der Mond in ferner Zukunft mitnichten auf die Erde stürzen, sondern sich ganz gemächlich weiter von ihr entfernen, und auch was die Umwelt betrifft, dürfte es in zwei Milliarden Jahren bedeutend heißer und stickiger werden, als ich ursprünglich gedacht habe. Allerdings empfinde ich einen gewissen Stolz darüber, daß ich als einer der ersten die unheimliche Rolle, die Impaktkatastrophen in der irdischen Evolution spielen, schriftstellerisch verarbeitet habe. Der inzwischen verstorbene Physiker (und Nobelpreisträger) Luis Alvarez veröffentlichte seine Theorie zum Aussterben der Dinosaurier (der berühmte Kreide-Tertiär-Einschlag) im Jahre 1980. Gewissermaßen noch brühwarm habe ich diese damals absolut neue Erkenntnis im Prolog von Weg der Erde eingeflochten und als regelmäßig wiederkehrendes Ereignis geschildert.


Menschenspuren

(bod Books on Demand 2003 - 320 Seiten)

Inhalt: Man schreibt das Jahr 7049. Der mitteleuropäische Naturraum präsentiert sich als endlose Savanne mit spärlich eingestreuten Buschinseln. Bedroht von Dürre und Sandstürmen leben die hier heimischen Menschen fast ohne technische Hilfsmittel in kleinen bäuerlichen Gemeinschaften. Doch während auf der Erde die Zivilisation längst erloschen ist, hat sich die im späten 21. Jahrhundert gegründete Kolonie auf Demeter, dem zweiten Planeten der Sonne Tau Ceti, stetig weiterentwickelt und greift nun nach den Sternen. - Dies ist die Geschichte des Bauernmädchens Marja, das an der Öde seines Alltags langsam verzweifelt. Doch als die Delegation von Demeter eintrifft, fällt die Wahl auf Marja, den Repräsentanten einer fremden Kultur durch Steppen, Karstwüsten und Ruinenstädte zu führen. Es ist eine archäologische Reise in die Vergangenheit und in unbekannte Regionen, voller Gefahren und bizarrer Schönheiten. Für Marja ist es gleichzeitig eine Reise in ihr eigenes Wesen. Allmählich eröffnet sich ihr ein Geheimnis, das zum Schicksal für sie und die gesamte Erde wird.

Anmerkung: Im Lichte neuerer Erkenntnisse hätte ich die Demeter-Kolonie besser in das System der Sonne Epsilon Eridani verlegen sollen. Tau Ceti klingt zwar phonetisch griffiger, hat sich jedoch als ziemlich ungemütlicher Aufenthaltsort entpuppt (Steinschlag von allen Seiten). Hingegen ist das Bild der Erde in 5000 Jahren, wie ich es skizziert habe, durchaus nicht unwahrscheinlich und bei weiterer Zunahme des Treibhauseffekts in dieser oder ähnlicher Form sogar zu erwarten. Eine besondere Herausforderung bestand für mich darin, große Teile der Handlung aus der Perspektive der weiblichen Hauptfigur zu schildern, und dieser "feministische" Zug prägt den Roman bis zum Schluß. Daneben enthält Menschenspuren auch eine Hommage an den britischen Biochemiker und Querdenker Rupert Sheldrake: Ich habe seine Idee eines globalen morphischen Feldes in möglichst farbiger und bildhafter Weise darzustellen versucht (aus meiner Autorensicht das Highlight des Buches). 

Nominiert für den Kurd-Laßwitz-Preis 2004 für den besten deutschsprachigen SF-Roman.


Als die Gletscher schmolzen

(bod Books on Demand 2004 - 276 Seiten)

Inhalt: Im Mesolithikum Oberbayerns vor 9000 Jahren lebt der junge Hagun als Angehöriger eines Fischerclans am Ufer des von der Eiszeit geprägten "Großen Sees". Früh zur Vollwaise geworden und zudem unter Kurzsichtigkeit leidend, gilt er als Außenseiter der Gemeinschaft. Nur Karuno, der Zauberer des Stammes, fördert seine Talente und nimmt ihn als Schüler an. Als sein Lehrmeister stirbt, erbt Hagun die Schamanenwürde, um in dieser ungewohnten Rolle zunächst für allgemeine Verwirrung und einen handfesten Skandal zu sorgen. Nach etlichen Anläufen endlich zur Respektsperson gereift, stellt er mit Erstaunen fest, daß es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die selbst die magische Kraft eines Zauberers überfordern. Doch Hagun hat eine Gabe, die ihm hilft, alle Schwierigkeiten zu meistern - Fantasie.

Anmerkung: Steinzeit einmal anders. Zwar gibt es in der SF nicht wenige Bücher, die - meist aufgrund von Zeitreisen - zumindest partiell in fernerer Vergangenheit spielen, aber immer ein "Heute" als Ausgangspunkt haben. Im Gegensatz dazu bildet die Mittlere Steinzeit die alleinige Basis meines Romans (allerdings nicht ohne diverse Anspielungen und Zitate, wodurch die Verknüpfung zur Gegenwart erhalten blieb). Typische Science-Fiction-Elemente schleichen sich erst nach und nach in die Handlung ein, und man könnte darüber streiten, ob manches nicht unter die Rubrik Fantasy fällt. Aber da ich mit Fantasy recht wenig am Hut habe, beharre ich darauf, daß Als die Gletscher schmolzen ein waschechtes
SF-Werk darstellt - auch wenn nicht alles bis aufs i-Tüpfelchen erklärt wird, sondern der Interpretation des Lesers überlassen bleibt.



Weg der Erde ist leider nicht mehr im Buchhandel erhältlich, wird aber im Marketplace und bei den zShops (www.amazon.de) angeboten und findet sich auch regelmäßig bei www.ebay.de.

Menschenspuren und Als die Gletscher schmolzen sind bei nahezu allen großen Online-Buchanbietern im Sortiment vertreten (amazon, bol, libri usw.) und können natürlich auch über jede Buchhandlung bezogen werden.

Eine Leseprobe zu jedem Roman ist unter meinem Autorenportrait bei www.bod.de zu finden.

 


Begegnung (1985)
in: Venice 2, Hrsg. Wolfgang Jeschke
Heyne SF 4199

Schnupfendämmerung (1987)
in: Isaac Asimov's Science Fiction Magazin 30, Hrsg. Friedel Wahren
Heyne SF 4446

 
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